Hurra, ich darf die Bilder meiner ehemaligen Enten in meinem Blog zeigen. Und natürlich möchte ich sie auch nicht vorenthalten, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Sie leben eigentlich wie im Paradies zusammen mit einem Wildfarbenlaufentenpaar, Rotschulterenten, Mandarinenenten, Versicolorenten , Brautenten und einer Höckergans. Enten sind halt Schwimmvögel, auch wenn sie Laufenten sind. Aber seht selbst die Fotos an.

Es wurde mir berichtet, sie haben die Herrschaft übernommen. Also ich vermute ja mal ganz stark Janosch!!! Dazu die nachfolgende Geschichte.

Es begab sich im Jahre 2008 als das junge Entenpaar, Josefine und Janosch, ihre Familie in ihrem neuen Heim gründen wollten. Sie zogen nach Brüttisellen, in einem eher bescheidenen kleinen Palast.Janosch war ein sehr liebevoller und einfühlsamer, eher schüchterner Ehemann, bis er seine Dominanz, sprich Locke an der hinteren Schwanzfeder vollkommen verlor.

Er liess seiner Frau stets den Vortritt am Futtertrog, folgte ihr, wann immer sie lauthals rief.
Liess sich auch stets liebevoll mit ihrem Schnabel hacken, wenn sie befand, sie sei noch hungrig, er solle doch warten. Für seine Grosszügigkeit bedankte Josefine sich jeweils dafür, indem sie lautlos durch die Zäune schlüpfte, um Nahrung zu besorgen. Damit war sie so sehr beschäftigt, das sie das laute Rufen ihres Ehemannes bis zur völligen Fassungslosigkeit und Erschöpfung seitens Janosch völlig überhörte. Leider konnte er ihr nicht folgen, da er nur über einen Schnabel und keine Hundenase verfügte.

Josefine die Erste trohnte und trohnte und trohnte............nur die Kinder blieben aus. Es trieb nämlich eine organisierte Eierräuberbande ihr Unwesen.
Dann endlich im Jahre 2009, nach sehr vielen, vielen Fehlgeburten, schenkte sie ihm endlich die ersehnten Kinder, 7 an der Zahl. Leider überlebten nur 4.

Es ereignete sich dann im Sommer des gleichen Jahres, das eine von den bereits jungen Damen die Herrschaft durch laute Kommandorufe übernahm, sehr zum Unwillen von Janosch.
Der Herr des Hauses beobachtete alles mit etwas Abstand und Unbehagen aus der Ferne, sei es die zunehmende Ausbildung der dominanten Locke der jungen Erpel, Flirten mit Josefine.... und natürlich auch die regelmässigen Fütterungen.

Dann eines guten Tages, es war bereits Mittsommer, da platzte dem ach so mitleidvollen Janosch der Schnabel und er mutierte zur wilden S..., wofür er fortan nicht einmal eine Locke benötigte.

Seit diesem Tag jagte er jene Erpel, die sich auch nur schnabelweit an Josefine heranwagten, durch den gesamten Garten bis sie Schuhe und Strümpfe verloren, hätten sie welche besessen.
Dafür wurden auch mal gern die Flügel aufgestellt.
Bei der Fütterung war natürlich fortan Janosch als erster zur Stelle, um allen zu zeigen wer hier überhaupt der Hausherr ist.
Und ausserdem, nur weil ich keine Banane mag muss ich die meinen Rivalen doch auch nicht gönnen. Dem verpasse ich mal kräftig eins mit dem Schnabel, damit er wieder merkt wo es langgeht.
Wenn schon, dann bekommt das meine 1. Dame, Josefine die Erste.
Er beanspruchte natürlich alle Damen.....

Noch im gleichen Jahr zog dann die Grossfamilie in ein grösseres Luxus-Quartier um, Luxusvilla, mit grossem Anwesen und Personal. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Wie dann aus Entenkreisen berichtet wurde haben sie dort die Herrschaft übernommen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schwimmen und schwimmen und schwimmen sie noch heute.

Nochmals ganz herzlichen Dank an die neuen Laufentenhüter.